Endlich ist er da:
Der Film zum Cluburlaub vom 08. bis 16. Mai 2010
Endlich ist er da:
Der Film zum Cluburlaub vom 08. bis 16. Mai 2010
13:00 Uhr – Granica/Polen. 14 schwarzgekleidete Motorradfahrer aus dem Raum Hannover und Solingen verursachten heute an der polnisch-russischen Grenze nähe Granica einen schwerwiegenden Zwischenfall. Völlig vermummt durchbrach die Gruppe mit ihren Motorrädern gegen 13:00 Uhr das Sperrgebiet vor der Grenzlinie. Zwei bewaffneten Soldatinnen des polnischen Bundesgrenzschutzes gelang es die Gruppe an der Flucht zu hindern.
Rädelsführer Holger B. bestritt, Verbotsschilder mutwillig ignoriert zu haben. Nach Eintreffen der Verstärkung wurden die Personalien und Fahrzeugpapiere aller Gruppenmitgliedern aufgenommen. Da keine der Personen zur Fahndung ausstanden und keine der Maschinen als gestohlen gemeldet war, wurde die Gruppe mit einer Verwarnung vorläufig wieder auf freien Fuß gesetzt.
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So, oder so ähnlich sind heute sicherlich die Meldungen in den Nachrichten verlesen worden. Ja wirklich, wir sind heute an der russischen Grenze vom polnischen Bundesgrenzschutz, knapp 2 Stunden festgehalten und verhört worden. Was war passiert: Wir sind halt so über Stock und Stein gefahren und irgendwann an der russischen Grenze angekommen. Wir finden das eigentlich ganz o. K., machen viele Fotos und wollten schon so aus Spaß auch mal ein Bein auf russischen Boden setzten.
Was wir allerdings übersehen haben sind ein paar Verbotsschilder der Weiterfahrt – scheinbar sind wir in eine der seltenen Sperrzonen gelangt. Auf dem Rückweg werden wir von zwei bewaffneten Grenzschutzsoldatinnen (GS1+2) an der Weiterfahrt gehindert: Holger: “What’s the Problem?” GS1: “Big Problem!”
Nicht ganz sicher, was sie tun sollten, rufen sie Verstärkung per Funkgerät, die dann auch sehr schnell kommt. Jetzt wird es ungemütlich, der Ton wird schärfer: “Who is the Boss?” Der tapfere Holger gibt sich als Tourenguide zu erkennen und ihm wird eine Strafe angedroht. Wir wissen zwar nicht warum, aber irgendwie müssen wir wohl bestraft werden. Aber scheinbar sind der Zentrale, zu der jetzt ein reger Funkverkehr herrscht, Holgers Papiere nicht genug: nun werden von allen Fahrzeug- und Führerschein verlangt.
Während die Verstärkung mit GS1 per Funk jede Maschine und jede Person überprüft, wird GS2 gesprächig und es entsteht ein echt netter Plausch in bestem Englisch. Die Unterhaltung wird regelrecht persönlich und alles hätte gut werden können, wenn nicht unser ‘gelber Engel’ mit seinem gelben Engelsauto angerauscht gekommen wäre.
Eigentlich wollte der ja schon längst im Hotel sein, warum er plötzlich hier auftaucht, weiß der Geier. Nach dieser erneuten Grenzverletzung durch Mitglieder des BMW-Clubs, schießt der gelbe Engel auch noch ganz frech ein paar Fotos von der Szene und rauscht wieder ab!
GS2 fällt die Kinnlade herunter, die nette Plauderei ist vorbei! Bevor sie die Großfahndung einleitet, rufen wir das ‘Fluchtauto’ via Handy zurück – sorry, alles nur ein Missverständnis! Zum Glück können wir das freundliche Gespräch wieder aufnehmen.
Nach rund zwei Stunden erhalten wir unsere Papiere zurück und können mit nur einer mündlichen Verwarnung weiterfahren. Eigentlich schade: GS1+2 sind außerordentlich attraktiv – vielleicht kommen wir morgen wieder und lassen uns verhaften…
Johannes
PS: Danach sind wir mit Adrenalin so vollgepumpt, dass wir uns auf matschigen, holprigen Pisten im Grenzwald austoben.
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Die Szene vom gelben Auto aus…
Bilder und Videos von Holger
17:30 Uhr – Heute heißt es Abschied nehmen von Danzig. Wir haben dort viele schöne Dinge erlebt: Von der tollen Altstadt, über das entspannte Ambiente bis hin zu weltoffenen Danzigern, mit denen man schnell ins Gespräch kommen konnte. Was besonders angenehm war: Hier wurde Englisch gesprochen und nicht Deutsch – da kommt gleich mehr Urlaubsgefühl auf!
Zur Abreise werden wir von einem unverhofften Schönwetter überrascht: Während es gestern noch sonnig aber kühl war, ist es heute sonnig und verdammt warm. Eigentlich das Traumwetter zum Mopedfahren – unsere Ritterrüstungen sind aber noch immer für 10 Grad ausgelegt, ein Umziehen ist nun nicht mehr möglich. Wer kann, wechselt noch die Handschuhe oder knüpft das Innenfutter raus.
So treten wir schwitzend die Weiterfahrt nach Mragowo in Masuren an. Vorbei an dem Kloster Marienburg und der Kirche Heilig Linde. Wir fahren wieder über superkleine Landstraßen mit unendlich vielen Schlaglöchern und sandigen Kurven: Eine traumhafte Landschaft empfängt uns…
Johannes