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10.07.10 Sierra Nevada

Sonntag, 11. Juli 2010

16:30 Uhr – Hm, Frank hat den Bericht nicht mehr geschafft – daher schnell ein paar Bilder von der Fahrt.

Wie gesagt, eigentlich hat’s für den Tag gelangt, aber einmal Sierra Nevada muss sein! Der kleine Umweg von knapp 200 km führt uns 2.000 m hoch in das Bergmassiv. Wie immer sind wir auf den fantastischen Straßen allein unterwegs und selbst auf der Passspitze ist es heiß. Bei den ganzen Hochebenen und Sierras, die wir bisher durchfahren sind, kommen uns die Alpen fast wie ein Mikrokosmos vor.

Nach unzähligen Kurven sind wir gegen 20:30 Uhr zurück…

i. V. Johannes

Fotos:
- Auf der Passspitze
- Vorgebirge zwischen Sierra Nevada und Castel de Ferro

09.07.10 Mal wieder ein bisschen am Meer lang fahren

Freitag, 9. Juli 2010

15:00 Uhr – Es ist schon Nachmittag und wir wollen mal wieder ein bisschen am Meer lang fahren. Die Küstenstraße ist wirklich traumhaft, nach gut 20 km lockt allerdings ein Abstecher ins Vorgebirge der Sierra Nevada.

Damit haben wir nicht gerechnet: Auf super kleinen Straßen kurven wir ganz schnell 1.300 m hoch. Und das ist noch das Vorgebirge der Sierra Nevada, welches seine schneebedeckten Gipfel im Hintergrund aber schon präsentiert.

Kurven über Kurven, da schlägt das Herz höher. Allerdings sind wir durch unseren spontanen Abbieget mal wieder schlecht vorbereitet: Nur gefrühstückt (und Frühstück ist hier wie in Italien: einmal Nichts, bitte!), keine Kekse oder sonstigen Zucker dabei und falsch gekleidet (Baumwollshirt ist einfach Mist bei längeren Touren).

Mitten in den Bergen stoppt die Tour: da hat’s einen LKW in der Kurve zerlegt und irgendwas läuft da aus. Polizei, Feuerwehr und sogar ein Rettungshubschrauber sind schon eingetroffen. Nach einer Zwangspause unter spanischer Sonne geht es in einem steilwandigen Flusstal weiter.

Nach ungeplanten 5 Stunden Fahrspaß kommen wir total ausgehungert wieder in unserem Hostal an. Unser Weg führt schnurstracks ins nächste Restaurant…

Johannes

PS: Mal ein paar Anmerkungen zu den spanischen Gebirgsstraßen: Machen richtig Spaß und haben guten Grip. Durch die starken Regenfälle kommt es allerdings sehr oft vor, dass die Hangseite komplett von Erdrutschen zugeschüttet oder auf der Abhangseite weggebrochen ist. In beiden Fällen wird die Fahrbahn dann einspurig. In der Regel wird kurz davor mit einem ‘Bauarbeiten’-Schild und Temporeduzierungen darauf hingewiesen. Wenn solche Schilder auftauchen heißt es sofort reagieren, die Gefahrenstellen sind meist nicht weiter abgesichert (und die Abhänge sehr tief). Auf weniger befahrenen Pässen kann es passieren, dass auch die Warnschilder fehlen. Nicht selten erwartet einen hinter der Kurve eine aufgerissene Fahrbahn mit Schotter und Sand – die Kurvenschräglage kann dann auch mal 100% werden.

Ein paar Fotos von der Tour: