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12.07.10 Strandtag

Montag, 12. Juli 2010

20:50 Uhr – Was für eine Party! Die Spanier haben sich so lange über den Titel gefreut, dass heute ausschlafen angesagt ist.

Und da jetzt eine angenehme Briese weht, ist ideales Strandwetter. Nach den Hitze-Horror-Meldungen aus Deutschland scheint es hier ja richtig angenehm zu sein – es ist immerhin ein Meer in der Nähe!

Unser letzter Abend in Garucha bricht an, morgen müssen wir schon weiter ziehen. Und dann heißt es wieder Helm auf und weiterschwitzen…

Johannes

11./12.07.10 Viva España

Sonntag, 11. Juli 2010

Nach 23:00 Uhr – Spanien ist Weltmeister und wir sind dabei! Die Stadt tobt, gar nicht auszudenken was passiert wäre, wenn Holland gewonnen hätte…

Gegen 20:30 Uhr gehen wir in eine naheliegende Tapas-Bar, wir wollen das Spiel in natürlicher Umgebung erleben. Alle sind unter Strom, jeder Spielzug wird leidenschaftlich durchlebt. Auch wenn wir das Gefühl haben, Holland spielt richtig gut, stimmen wie mit ‘Vamos España’ und ‘Hombre!’ in die Emotionen mit ein.

Verlängerung, rote Karte und endlich das langersehnte Tor – jetzt gibt’s kein Halten mehr: Alle laufen auf die Straße, Umarmungen, Tanz und immer wieder ‘Viva España’. Dass das Spiel noch gar nicht zu Ende ist wird nicht mehr wahrgenommen, genauso wenig wie die Pokalübergabe im Fernsehen.

Eigens aufgestellte LKWs mit nervenzerreißenden Fanfaren ersetzen die Vuvuzelas. Raketen steigen in die Luft, Autokorsos fahren an der Strandpromenade entlang. Irgendwo geht eine Gruppe blonder Jungs mit Holland-Fahne – sie werden gar nicht wahrgenommen.

Auch uns hält jetzt nichts mehr in der Bar und wir lassen uns mit dem Strom treiben und sagen uns, dass es schon toll ist, das mitzuerleben…

Johannes

PS: Und weil wir hier WLAN haben, gibt’s jetzt auch ganz viele Fotos!

11.07.10 Garrucha

Sonntag, 11. Juli 2010

18:00 Uhr – Ankunft am nächsten Übernachtungsort: Garrucha! Nach einem frühen Start fahren wir an der Küste weiter in den Norden. Zuerst an der bezaubernden Küstenstraße entlang, wo es mal wieder wunderschöne Knipsmotive gibt. Um ein Naturschutzgebiet zu umfahren, schrauben wir uns in Mittelgebirge, das zu den trockensten Gebieten Europas zählt, aber irren Fahrspaß bietet.

Hoch motiviert erreichen wir bei Carboneras wieder das Mittelmeer. Ab hier beginnt wieder die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Aber das Gesicht der Orte hat sich verändert: Statt der kleinen Küstenorte finden wir eine Hotelstadt nach der anderen. Wohl gemerkt, noch keine Hotelburgensiedlungen, aber kernlose Anlagenhaufen, die in sich so geschlossen sind, dass es keiner natürlichen Infrastruktur mehr bedarf.

Und das ist schlecht für uns. Ein Appartement in so einer Anlage kostet 145,- Euro pro Nacht, unglaublich! Grundsätzlich wollen wir da aber auch nicht hin, wir haben doch nicht bei Tui gebucht! Ein Ausweichen auf einen Campingplatzbungalow fällt auch wieder aus, da diese nicht unter einer Woche vermietet werden. Langsam geht uns die Puste aus, der Schweiß fließt in Strömen, aber wir fahren weiter, von Ort zu Ort.

Wir erreichen Garrucha. Neben den gefürchteten Hotelanlagen gibt es hier wenigsten einen alten Stadtkern und Hostals. Wir nehmen das Erste direkt am Strand. Es ist laut hier, aber der Lärm zeugt wenigstens von natürlichem Leben. Irgendwo können wir uns in ein offenes WLAN einloggen – ein echter Standortvorteil!

Und wenn die Erschöpfung verflogen ist, werden wir wahrscheinlich feststellen, dass es hier sogar ganz schön sein kann…

Johannes

PS: Über die Stadt ist pures Adrenalin ausgeschüttet, es sind nur noch zwei Stunden bis zum WM-Endspiel!

Fotos:
- Auf der Küstenstraße (1+2)
- Pause in der trockensten Region Europas (3)
- Garrucha: Blick vom Balkon unseres Hostals (4+5)