18:00 Uhr – Ankunft am nächsten Übernachtungsort: Garrucha! Nach einem frühen Start fahren wir an der Küste weiter in den Norden. Zuerst an der bezaubernden Küstenstraße entlang, wo es mal wieder wunderschöne Knipsmotive gibt. Um ein Naturschutzgebiet zu umfahren, schrauben wir uns in Mittelgebirge, das zu den trockensten Gebieten Europas zählt, aber irren Fahrspaß bietet.
Hoch motiviert erreichen wir bei Carboneras wieder das Mittelmeer. Ab hier beginnt wieder die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Aber das Gesicht der Orte hat sich verändert: Statt der kleinen Küstenorte finden wir eine Hotelstadt nach der anderen. Wohl gemerkt, noch keine Hotelburgensiedlungen, aber kernlose Anlagenhaufen, die in sich so geschlossen sind, dass es keiner natürlichen Infrastruktur mehr bedarf.
Und das ist schlecht für uns. Ein Appartement in so einer Anlage kostet 145,- Euro pro Nacht, unglaublich! Grundsätzlich wollen wir da aber auch nicht hin, wir haben doch nicht bei Tui gebucht! Ein Ausweichen auf einen Campingplatzbungalow fällt auch wieder aus, da diese nicht unter einer Woche vermietet werden. Langsam geht uns die Puste aus, der Schweiß fließt in Strömen, aber wir fahren weiter, von Ort zu Ort.
Wir erreichen Garrucha. Neben den gefürchteten Hotelanlagen gibt es hier wenigsten einen alten Stadtkern und Hostals. Wir nehmen das Erste direkt am Strand. Es ist laut hier, aber der Lärm zeugt wenigstens von natürlichem Leben. Irgendwo können wir uns in ein offenes WLAN einloggen – ein echter Standortvorteil!
Und wenn die Erschöpfung verflogen ist, werden wir wahrscheinlich feststellen, dass es hier sogar ganz schön sein kann…
Johannes
PS: Über die Stadt ist pures Adrenalin ausgeschüttet, es sind nur noch zwei Stunden bis zum WM-Endspiel!
Fotos:
- Auf der Küstenstraße (1+2)
- Pause in der trockensten Region Europas (3)
- Garrucha: Blick vom Balkon unseres Hostals (4+5)




