16:30 Uhr – Ganz schön geschafft sind wir jetzt! Nach unserer Abfahrt von Valence – wo wir tatsächlich um 9:00 Uhr gestartet sind – haben wir unser Ziel, Andorra, knapp verfehlt: die kleinen Straßen in den Pyrenäen sind zwar ein Traum, kosten aber auch unglaublich viel Zeit.
Knapp hundert Kilometer südlich von Valence verändern sich Klima und Vegetation schlagartig: Aus heiß wird sehr heiß und die Pflanzenwelt besteht jetzt aus Kiefern, Pinien und Olivenbäumen, das ganze inklusive dem Duft von Oregano und dem Zirpen der Grillen.
Auf der Südautobahn geht es weiter bis Narbonne. Dort wechseln wir auf die A61 Richtung Toulouse bis zur nächsten Zahlstelle. Jetzt haben wir von der Autobahn die Nase voll und fahren über kleine Landstraßen in Richtung Pyrenäen.
Die Strecke führt durch die südfranzösischen Weinbaugebiete. So macht Motorradfahren richtig Spaß: Auf kleinen, kurvigen Straßen schlängeln wir uns die Pyrenäen empor bis in die Wintersportgebiete.
Das schlaucht und uns wird klar: Andorra schaffen wir heute nicht mehr! Aber wo übernachten? Die wenigen Hotels, die wir in den Dörfern finden sind ausnahmslos geschlossen, manche öffnen, wenn überhaupt, erst spät. Das Risiko ist uns zu groß und wir finden einen Campingplatz in Belcaire, der Bungalows vermietet.
Und da sind wir nun, sind froh Schlafsäcke dabei zu haben und ein festes Holzdach über dem Kopf – in der Ferne hören wir das Donnern eines Gewitters über Andorra…
Johannes





