Archiv für die Kategorie „Karpatentour“

29.05.11 Aus – aus – aus!

Sonntag, 29. Mai 2011

17:00 Uhr – Nein, das ist kein Jubelschrei à la WM-Sieg 1954 über Ungarn. Es ist vielmehr die Kurzform dafür, dass

- der Club-Urlaub aus ist,
- Geld, Benzin und Wegzehrung und auch das Motorrad aus ist und
- dies der (wahrscheinlich) letzte Artikel für die Tour war!

Mit anderen Worten: Wir sind zurück, das Mopedle steht dreckig, aber heile in der Garage, die Wäsche liegt dreckig und waschbedürftig auf dem Fußboden. Und eigentlich ruft es aus jeder Ecke: ‘Tank mich voll, wasch mich, morgen geht’s schon wieder weiter, egal, wohin!’ Ach ja, schön wär’s, wenn da nicht diese klitzekleinen Unverträglichkeiten wären…

Aber wir hatten eine ja eine tolle Woche:

- Wir sind über 3.000 Km durch 6 Länder gefahren,
- konnten bis auf eine Ausnahme nur Sonne pur geniessen und haben
- viele schöne gemeinsame Stunden erlebt!

Dafür an dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an die beiden Organisatoren, Rolf und Holger, die, neben den rein technischen Abwicklungen, wie z. B. Hotelauswahl, Terminplanung, etc., auch für spannende Ziele und Touren in den jeweiligen Standorten gesorgt haben!

Und auch einen letzten Gruß an die vielen aktiven und passiven Blog-Leser: Schön, dass Ihr dabei gewesen seid und Euch auch hier und da getraut habt, einen Kommentar zu schreiben – das ist das Brot des Bloggers;-)

Bis zum nächsten Mal

Johannes

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28.05.11 Von Tihany in den Bayerischen Wald

Sonntag, 29. Mai 2011

09:00 Uhr – Abfahrt! Ab jetzt geht es nur noch in den Norden, mit Unterbrechung im Bayerischen Wald. Während wir gestern noch bei sommerlichen Temperaturen sonnenbrandgefähret waren, hat heute der Winter in all unseren Transitländern Einzug gehalten: Maximal 15 Grad bei der Abreise, später, auf der Autobahn, nur noch 11 Grad – hallo, wir stehen auf der Schwelle zum Sommer! Und das ist nicht die einzige Novität in diesem Urlaub. Es fängt nämlich zum ersten Mal zu regnen an. Erst wenig, dann viel, mit unter auch junge Hunde darunter. Also, ich kann Euch sagen: Bei 11 gemessenen Grad und Starkregen ergibt sich eine gefühlte Saukälte!

Dennoch, wir kommen gut voran und da jeder mit seinen eigenen Warmhalteversuchen beschäftigt ist, kommt auch kein Murren auf. Gegen 17:00 Uhr läßt der Regen nach, im Bayerischen Wald begegnet uns endlich wieder ein wenig Sonne. Eine Stunde später erreichen wir unser Hotel Mondiholliday in Mittferfels. Eine wunderschöne Anlage, die Gäste werden in verschiedenen Häusern mit kleinen Appartements untergebracht (unser Haus ist übrigens das hinterste auf dem Foto).

Ach ja, der letzte Abend, morgen geht es endgültig zurück…

Johannes

PS: In der netten Hotelanlage hatte ich leider kein Datennetz, daher musste der Artikel einen Tag warten

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27.05.11 In den Sand gesetzt

Freitag, 27. Mai 2011

12:30 Uhr – Wieder einmal ein letzter Tag vor einer vorletzten Abfahrt. In Tihany ist Sommer angesagt, die Bedürfnisse entsprechend unterschiedlich. Rolf, Helga und Karl-Heinz sind bereits um 10:00 Uhr in den Norden aufgebrochen, Tanja und Claudia wollen sich von sanften Händen kräftig kneten lassen, Frank will einfach nur ausspannen. Habe ich jemanden vergessen?

Na klar: Weil es hier so viel schöne Gegend gibt, in der es sogar erlaubt ist mit den Mopeds mal ein bisschen Offroad zu fahren, zieht es Holger und mich in die nördliche Steppe. Hey, das macht einen Heidenspaß, stehend über Stock und Stein zu fahren, die GSen fühlen sich da pudelwohl. Schwierigkeitsgrade finden wir zwar nicht, aber, hier und da überraschen uns die kleinen Trecker-Spurrillen mit einer Menge weichem Sand. Aber nicht der Rede wert, schafft man spielend!

Na gut, nicht ganz: Einmal habe ich mein Moped gehörig in den Boden gerammt, während ich mich mit einer kleinen Flugrolle in Sicherheit bringen konnte. Ließ sich alles mit einem Schraubenzieher wieder richten. Nur das rechte Blinkerglas war etwas beleidigt und ist vor Schreck in zwei Teile zersprungen. Also, so ein superblöder Anfängerfehler, das darf man echt niemandem erzählen! Werd’ ich auch nicht, das bleibt mein Geheimnis, niemand wird von dieser Peinlichkeit erfahren…

[Von Anonym]

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26.05.11 Wellness und Camping

Donnerstag, 26. Mai 2011

10:00 Uhr – Wir sind geschrumpft: Gertrudis und Manfred mussten heute morgen bereits abreisen – jetzt sind wir nur noch zu acht. Gute Heimfahrt Euch beiden, meldet Euch mal, wenn Ihr angekommen seid!

Heute werden wir Heidi und Tommy auf Ihrem Campingplatz im Nordwesten des Plattensees besuchen und halten unterwegs im Kurort Hévíz Deák für ein Bad in der Therme. Das Wasser ist dort so heiß, dass man nur mit Schwimmnudel ins Bassin darf, jede Schwimmbewegung würde den Kreislauf überlasten. Aber es soll gut für Haut, Muskeln und Knochen sein – in Anbetracht der hohen Kilometerleistung unserer Motorräder eine lohnende Investition;-) O.K., ich gebe zu, ich habe mich lieber in ein nettes Café zurückgezogen, um mal in Ruhe ein bisschen zu tippen.

Heidi und Tommy haben zum Essen eingeladen und guten Rotwein in Aussicht gestellt. Daher fahren wir heute im Doppelpack, damit der ein- oder andere an der Verkostung teilnehmen kann. Das bietet sich natürlich für Fahraufnahmen ohne halsbrecherische Verrenkungen an: Eigens dafür entwickelt Frank eine absolut kamerafreundliche Sitztechnik auf Holgers Moped.

Johannes

Achtung, jetzt kommen ganz viele Fahrbilder:

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26.05.11 Der Weg ist das Ziel

Donnerstag, 26. Mai 2011

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Ohne Zeitbezug – Im Aufzug werde ich von einem Deutschen angesprochen: ‘Seid Ihr die ganze Strecke von Hannover aus mit dem Motorrad hierher gefahren?’ ‘Ja, natürlich’ antworte ich.
‘Aber das muss doch furchtbar anstrengend sein!’ ‘Na ja, das Fahren ist doch das Ziel der Reise, weniger der Ort, das macht eben Spaß.’ — ‘Hmm…’

Und dann beginnt auch schon der Spaß: Du setzt Dich auf Dein Motorrad, drehst den Zündschlüssel, startest den Motor und fühlst eine Kraft, die schier übermenschlich ist. Du gibst Gas und wirst federleicht davon getragen. Die Füße sicher auf den Fußrasten, Knie leicht an den Tank gedrückt – nur vier Kontaktpunkte reichen dem Gehirn um Dein Gefährt als rollenden Beinersatz nahtlos anzuschließen und die Kontrolle zu übernehmen. Du rauscht vorbei, an fremden Landschaften, mit fremden Gerüchen. Der Wind streicht über Dein Gesicht und Dein Körper erlebt die Welt auf einzigartige Weise. Du freust Dich auf jede Kurve und das Unmögliche wird möglich: Du überwindest Deine eigene physische Beschränktheit. Körpereigene Drogen werden ausgeschüttet, ein Rausch aus Eindrücken und Erlebnissen. Stunde um Stunde, immer wieder neu. Du willst nicht, dass es jemals endet. Ja, das macht süchtig und nur der Süchtige versteht das.

Und selbst wenn Du irgendwann angekommen bist, absteigst, erschöpft und manchmal auch mit protestierenden Körperteilen, macht es Dich glücklich zu wissen: Schon bald kannst Du es wieder erleben…

Johannes

25.05.11 Fliegende Fische über plattem See

Mittwoch, 25. Mai 2011

17:00 Uhr – 9 Stunden später und rund 400 km weiter erreichen wir das Hotel Tihany, auf der Halbinsel Tihany am Plattensee (auch Ballaton genannt) in Ungarn. Die Fahrt war wunderschön, wir sind dennoch reif für eine Dusche und froh, unsere Unterkunft erreicht zu haben.

Die Ferienanlage, die ihre sozialistische Vergangenheit einfach nicht leugnen kann, liegt direkt am See und bietet dort einen herrlichen Park mit altem Baumbestand, Liegen und anderen Annehmlichkeiten. Wer die Gegend im Sommer kennt, ist über den angenehm kühlen Wind überrascht. Wo sich im Sommer Familien mit Kindern tummeln, ist die Anlage in der Nebensaison von Rentnern bevölkert, die mit Autos und Mopeds angereist sind.

Und ein echt netter Anblick: Fette Fische springen 30-40 cm aus dem Wasser heraus um sich Fliegen und Mücken zu schnappen. Das erinnert mich ganz schwer an die Freudensprünge von Flipper, wenn wir Sonntags extra wegen ihm den Fernseher anschalten durften.

Johannes

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25.05.11 400 km Landstraße – 3 Länder

Mittwoch, 25. Mai 2011

08:00 Uhr – Niemand hat verschlafen, selbst ich nicht – es ist schon hilfreich, wenn man sich zwei Wecker stellen kann!

Wir starten also pünktlich um 08:00 Uhr, also zu nachtschlafender Zeit. Es ist verdammt kühl geworden und wir merken, dass unser Hotel bei 1.000 Metern Höhe durchaus auch mal mitten in den Wolken liegen kann. Dafür werden wir mit einer tollen Strecke belohnt, die uns auf kleinen Straßen am Rand der Hohen Tatra vorbei führt.

Erst als wir den Gebirgsbereich verlassen und über die Tiefebene weiterfahren, sehen wir die Sonne und es wird sofort sommerlich warm. Das schöne Wetter bleibt uns für den Rest der Tour treu. Nachdem wir die Slowakei in Richtung Süden durchquert haben, fahren wir ein kleines Stück durch Slowenien bis wir an der Donau die Grenze zu Ungarn passieren.

Auch hier geht es weiter über die kleine Wege zu unserem Ziel für die nächsten Tage: das Hotel Tihany auf der gleichnamigen Halbinsel im Plattensee.

Einziger Nachteil dort: Im Hotel gibt es kein freies WLAN, d. h. alle Posts und die Bilder müssen via UTMS hochgeladen werden und das lassen sich die Netzbetreiber noch richtig gut bezahlen – ich hoffe, Ihr wisst das zu schätzen;-)

Johannes

PS: Die Fahrbilder hat Frank heute gemacht!

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24.05.11 Der letzte Abend in der Slowakei

Dienstag, 24. Mai 2011

21:00 Uhr – Unser letzter Abend in der Slowakei ist angebrochen. Eigentlich schade, dass es schon weitergeht, hier gäbe es noch viel zu ‘erfahren’. Also geniessen wir jetzt den Abend und lassen ihn stilvoll ausklingen.

Und zum Glück ist ja erst Halbzeit: Morgen geht es für 3 Nächte nach Tihany in Ungarn an den Plattensee. Dort werden wir auch Heidi und Tommy treffen, die sich zurzeit in ihrem Wohnwagen vor den Mücken verschanzen. Der Weg ist mit 400 km nicht weit, es geht allerdings über kleine Straßen, mit 6-8 Stunden reiner Fahrzeit muss gerechnet werden. Daher heißt es morgen: früh aufstehen!

Also Leute, wen Ihr Euch morgen noch zweimal im Bett umdreht, sind wir schon unterwegs (und das im Urlaub) – stellt Euch das mal vor: Abfahrt um ACHT Uhr!!!

Johannes

Anbei noch ein paar Impressionen vom Abend:

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24.05.11 Kleine Tour um die Hohe Tatra

Dienstag, 24. Mai 2011

17:00 Uhr – Strahlender Sonnenschein, tolle Landschaften, nette kleine Orte – das Umfeld hat viel zu bieten, mehr als für einen Tag, der uns hier noch bleibt, ausreicht! Tanja und Claudia steht der Sinn mehr nach dem Wellness-Programm des Hotels, wollen mal sehen, was Massage so bringt (falls in dieser absoluten Nebensaison ein Masseur aufzutreiben ist und wenn nicht, müssen eben deren Männer ran, ist klar, ne?).

Wir anderen starten um 10:00 Uhr eine kleine Tour um die Hohe Tatra, 300 km sollten locker zu schaffen sein. Bei der Planung fällt sofort auf: es gibt keine Straßen auf die Berge, auch keine ganz kleinen befahrbaren Wege, nicht einmal einen Pass. Die hohe Tatra ist den Wanderern und Skifahrern vorbehalten. Dafür gibt es fantastische Kurvenangebote um die Berge herum, vorbei an Seen und Wiesen und Wäldern.

Den letzten Teil der Tour fahren wir nach Zakopane in Polen (wie Ihr ja alle wisst, sind die Karpaten ein Grenzgebirge zwischen Polen, Slowakei und Rumänien – im letzteren Teil befindet sich auch das Schloss der Grafen Drakula). Zakopane ist für total viele Dinge bekannt, die mir aber gerade jetzt nicht einfallen (Wenn Ihr es wisst, schreibt’s einfach als Kommentar). Am imposantesten sind für uns die teilweise riesigen Holzhäuser, die aus ganzen Baumstämmen gefertigt werden. Was hier mal eine Armeleutebehausung war, ist in Deutschlang unbezahlbar.

Eine kurze Info zu den Preisen: Sowohl Polen, als auch die Slowakei sind schon lange keine Billigurlaubsländer mehr. Genussmittel, wie Benzin für’s Moped, sind fast genauso teuer wie in Deutschland. Lediglich das Essen ist in der Slowakei noch verführerisch günstig…

Johannes

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Der Routen-Track

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Irgendwo in der Hohen Tatra

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Wir passieren…

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…ganz viele…

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Seen

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Und weil wir uns trotz Navi…

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…so oft verfahren, …

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…können wir auch…

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…jede Menge Pausen machen!

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Zakopanes…

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…Traumschlösser…

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…aus Holz.

23.05.11 Gute Aussichten im Hotel Bellevue

Montag, 23. Mai 2011

19:00 Uhr – Wir haben das Hotel Bellevue in Vysoké Tatry (weiß jemand, wie das ausgesprochen wird?) erreicht. Der Bau sieht zwar etwas kastig aus, liegt aber am Bergrücken und bietet tatsächlich einen sehr schönen Ausblick.

Natürlich sind wir froh, nach nur 9 Stunden angekommen zu sein. Die Zimmer sind riesig und es gibt ein hervorragendes WLAN! Der für den Wintersport ausgelegte Betrieb ist fast leer, der gesamte Wellness-Bereich steht uns fast alleine zur Verfügung. Das ‘Du weißt schon was’ ist ebenfalls prächtig, was den Vorsatz der Diätwoche ein wenig einschränken wird. Zum Glück haben wir das ja auch alle gar nicht nötig!

Johannes

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23.05.11 Wir verlassen Breslau

Montag, 23. Mai 2011

10:00 Uhr – Nach zwei sonnigen, sonnenbrandigen Tagen verlassen wir nun diese pulsierende Stadt mit Ziel Karpaten in der Slowakei. Es sind nur 400 km, aber wir wollen Landstraße fahren und das wird ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen.

Während man sich früher, in der guten alten Zeit, ganz auf den Touren-Guide verlassen hat, muss der arme Holger heute zwischen den Navi-Besitzern (jeder hat mindestens ein Navigationsgerät dabei) Spießroutenlaufen: Alle haben zwar das gleich Ziel eingegeben, jeder hat aber eine andere Route und andere Ankunftszeiten errechnet bekommen: Von knapp 6 Stunden bis zu 9 Stunden Fahrzeit wird alles angeboten!

Wir fahren durch unzählige kleine Städte und Dörfer, die allesamt mit Ampeln und Kreiseln bestens versorgt sind, was unser Vorankommen maximal blockiert. Nach dem Wochenende tummeln sich nun auch viele LKWs auf der Straße, wodurch unsere Gruppe mehr als einmal auseinander gerissen wird.

Erst an der Landesgrenze zur Slowakei nimmt der Verkehr ab und wir können auf kleinen, gewundenen Straßen das Vorgebirge der Karpaten queren. Die Straßen sind wie für die Enduros entworfen: Große Risse, tiefe Schlaglöcher und rumpelige Flickenteppiche…

Johannes

PS: Die Motorräder haben in Breslau beide Nächte mehr oder weniger offen auf der Straße gestanden und nichts ist gestohlen oder beschädigt worden – sind eben nur ‘scheiß Boxer’!

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22.05.11 Breslau bei Tag

Sonntag, 22. Mai 2011

17:10 Uhr – Ganz gegen die bisherigen Wettervorhersagen herrscht hier Sommer mit richtig sommerlichen Temperaturen. T-Shirt und Sonnencreme sind angesagt, wir wollen heute Breslau per Pedes erkunden:

Nachdem wir gestern Abend ausgiebig über den Ring geschlendert sind, nehmen wir uns die interessanten Punkte drumherum vor und beginnen an der Universität mit einer Oder-Bootstour samt Nebenarmen und Kanälen, unterfahren unzählige Brücken.

Danach gehen wir über die Sandinsel zur Dominsel, besuchen den Dom und…

O.K., an dieser Stelle muss es gesagt werden: Das Dream-Team Frank & Claudia hat ein Problem mit dieser Stadt! Während Frank sich gestern Abend fast ein Bußgeld einhandelt, weil er beim Schlendern über den Ring auch eine geöffnete Bierflasche spazieren führt, wird Claudia wegen unsittlicher Kleidung aus dem Dom geworfen. Hier wird eben noch auf die Moral der Bürger geachtet, eine fürsorgliche Gesellschaft, oder?

Es geht weiter zur Jahrhunderthalle und zum Schweidnitzer Park, natürlich zu Fuß, aber nur noch zu dritt. Wir schlendern bei bester Sonne ein paar Kilometer entlang der Oder zu ‘der’ historischen ‘Event-Hall’ Breslaus, die 1900 eröffnet wurde und eben deshalb den tönenden Namen Jahrhunderthalle bekam.

Nach einer leckeren Pause mit etwas ‘Du weißt schon was’ im Schweidnitzer Park schlendern wir bei immer noch sommerlichster Sonne zurück. Hatte ich schon erwähnt, dass bei so viel Sonne auch Sonnencreme ins Handgepäck gehört? Und habe ich auch geschrieben, dass ich genau daran nicht gedacht habe? Nun ja, während ich dies schreibe, zeigt mir mein Spiegelbild, dass sich meine Hautfarbe von abenteuerbeige in alarmrot verwandelt hat – bei blonden Haaren ein unschöner Kontrast…

Johannes

PS: Die Fotos sind zeitlich von unten nach oben zu sehen:

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Schweidnitzer Park

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Jahrhunderthalle

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Jahrhunderthalle

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An der Donau entlang

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Donauschiffahrt

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Im Dom (ohne Claudia)

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Vor dem Dom (mit Claudia)

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Auf der Dominsel

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Wunsch-Schlösser

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Wunsch-Schlösser

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Von der Sand- auf die Dominsel

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Von der Sand- auf die Dominsel

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Auf der Sandinsel

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Frank

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Universität

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Kanalfahrt

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Die Sandkirche auf der Saninsel

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Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Brücke

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Claudia

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Dominsel mit Dom

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Karl-Heinz

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Dominsel mit Dom

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Gertrudis

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Verbindung Sand- zur Dominsel

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Holger

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Im Boot, na logisch

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Markthalle im Gegenlicht

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[...]

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[...]

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Johannes ‘After Sun’

21/22.05.11 Breslau bei Nacht

Sonntag, 22. Mai 2011

01:00 Uhr – Breslau ist eine geniale Stadt mit mediterranem Flair. Der ‘Ring’ bildet das Zentrum und lädt mit seinen vielen Cafés und Restaurants zum Bummeln und Geniessen ein.

Anbei ein paar Abend- und Nachtimpressionen…

Johannes

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21.05.11 Wir sind in Breslau!

Samstag, 21. Mai 2011

19:00 Uhr – Touch Down im Hotel Mercure in Breslau! Mit endlich bezahltem neuen Sprit im Tank erreichen wir knapp 200 km später unser erstes Etappenziel. Eigentlich hatten wir ja auf einen bewachten Parkplatz oder eine hoteleigene Tiefgarage gehofft, stattdessen dürfen wir die Mopeds direkt vor dem angeblich videoüberwachten Hoteleingang abstellen – auch wir werden sehen!

Viele Menschen schauen neugierig auf die Schwermetallansammlung. Ein Mann mustert unsere Gefährte genau und erklärt uns, das Boxer scheiße sind – ein Trost, der wird heute Abend die Finger davon lassen.

So, schnell noch Duschen und dann ab in die Altstadt…

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21.05.11 Karten gelegt

Samstag, 21. Mai 2011

15:00 Uhr (oder kurz davor, oder danach) – Wir haben die polnische Grenze hinter uns und fahren auf der brandneuen Autobahn in Richtung Breslau. Ein Hinweisschild ‘Nächste Tankstelle in 150 km’ erfordert einen kritischen Blick auf die Tankuhr: mehr oder weniger 50 km, dann ist Schieben angesagt!

Die Autobahn ist nagelneu, die Tankstellen sogar so neu, dass sie noch gar nicht auf haben. Bleibt nur der Versuch, in der Umgebung etwas zu finden.

Wie schön, nur wenige zwanzig Kilometer entfernt finden wir eine kleine Dorftankstelle, die zwar ausreichend Sprit für uns alle hat, deren Kreditkartenlesegerät aber just nach Frank’s Zahlvorgang den Geist aufgibt. Und der persönliche Wechselkurs des Tankstellenbesitzers für Euro mehr als Wucher…

Johannes

21.05.11 Kurz vor Dresden

Samstag, 21. Mai 2011

14:12 Uhr – Die A2 bis Magdeburg ist ein durchgehender Stau. Das ist bestimmt eine Notsituation für Mopedfahrer, sodass wir den Standstreifen gerne zum Weiterkommen nutzen.

Ganz anders auf der A14 in Richtung Dresden: die ist richtig schön leer und wir kommen prima voran.

Ach ja, wir sind übrigens nur die halbe Gruppe: Vier weitere Mitfahrer haben schon gestern einen Übernachtungsstop in Dresden eingelegt und stoßen heute Abend in Breslau dazu.

Johannes

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21.05.11 Wir sind gestartet

Samstag, 21. Mai 2011

Ups, jetzt wird schon gedrängelt: Am Treffpunkt Aral-Tankstelle Misburg starten wir nach Breslau…

Johannes

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20.05.2011 Nur noch 10 Stunden…

Freitag, 20. Mai 2011

23:26 Uhr – Immer das Gleiche: Packen auf den letzten Drücker! Wenn nur Klarheit über das Wetter bestehen würde – kurze Hose auch einpacken, oder lieber auf ‘lang’ setzen? Eher warm halten oder auf südöstlichen Frühsommer hoffen?  Naja, laut Wetterbericht verläuft unsere Reiseroute genau auf der Wetterfront mit ‘gelegentlichen Schauern und Gewittern’.

Egal, in 10 Stunden sind die Würfel gefallen und wohl auch nicht mehr wichtig…

Johannes