Archiv für die Kategorie „Touren 2010“

18.07.10 Backt To The Roots – Ein Tourenfazit

Sonntag, 18. Juli 2010

5.500 km mit dem Motorrad durch Deutschland, Frankreich, Andorra und – als Hauptreiseland – Spanien. Afrika haben wir nicht besucht, aber gesehen – wir meinen das ist ja so gut wie! Wir haben nicht viel von dem gesehen, was man in Spanien gesehen haben muss, dafür aber viel vom Land erlebt. Mit unserem kleinen Online-Reisetagebuch haben wir schon für uns selbst die Möglichkeit geschaffen, uns an die vielen Stationen zu erinnern – wenn es unseren aktiven und passiven Lesern Spaß gemacht hat, freut uns das besonders.

Spanien ist ein großartiges und abwechslungsreiches Land, das sich durch gute Vorbereitung am besten erschließen läßt. Das haben wir allerdings nicht getan, teils aus Zeitgründen, teils aus dem Wunsch heraus, uns einfach treiben zu lassen – irgendwie wird’s schon klappen! Wer so reist, kann abenteuerliches erleben und muss eben auch manchmal Lehrgeld bezahlen. Zum Schluss unserer Motorradreise unsere gesammelten paar Eindrücke:

Befahrene Regionen:
Spanien ist neben der Schweiz das gebirgsreichste Land Europas und bietet mit seinen abwechslungsreichen Landschaften höchsten Fahrspaß für Motorradfahrer. Wir haben gebührenpflichtige Autobahnen fast immer vermieden und sind stattdessen auf Land- und Schnellstraßen unterwegs gewesen. Wo wir auch langfuhren, wir waren immer beeindruckt. Das Straßennetz ist gut ausgebaut und bis auf die Tourismusregionen fährt man meistens allein darauf.

Spanien und Motorrad:
Das Land ist ein El Dorado für Motorradfahrer. Die Überland- und Bergstrecken sind ein Traum. Zum Anhalten, um z. B. ein Foto zu machen, gibt es aufgrund der fehlenden Seitenstreifen allerdings nur wenig Möglichkeiten. In den Städten bietet das Motorrad den großen Vorteil der Parkmöglichkeit. Die Verkehr gleicht einer Stierkampfarena: Geschwindigkeitsvorhaben werden wegen der ständigen Polizeipräsenz zwar eingehalten, ansonsten gilt das Gesetz des Stärkeren!

Klima zur Reisezeit:
Im Juli ist es heiß in Spanien! Nicht selten klettern die Temperaturen auf über 40 Grad und die Luft ist so heiß, dass man sogar das Helmvisier schließt, um sich vor dem Fahrtwind zu schützen. Der Wasserverlust ist enorm und Dehydrierung wird schnell mit Kopfschmerzen belohnt. Wir haben auf den Überlandtouren häufig zwei bis drei Liter Wasser pro Person getrunken. Nachschub gibt es zwar immer an den Tankstellen, eine Anderthalbliter-Flasche hat jeder von uns aber grundsätzlich als Reserve dabei gehabt.

Menschen:
Die Spanier sind ein stolzes Volk! Wir sind in der Regel ohne jedes Interesse bedient, behandelt und abgefertigt worden. Abgesehen von ein paar Kurzgesprächen zu den Motorrädern haben wir kaum Kontakt mit Einheimischen gehabt. Ein ideales Land also, wenn man in Ruhe gelassen werden möchte.

Sprachbarriere:
Jedem, der Spanien auf eigene Faust bereist, kann ich nur raten die Sprache gut zu erlernen! Selbst rudimentäres Englisch ist hier Mangelware und ohne Franks Spanischkenntnisse wären wir oft aufgeschmissen gewesen. Erschwerend kommen die vielen Dialekte, die Zweisprachigkeit in Katalonien und das schnelle Sprechen hinzu.

Essen:
Spanien hat eine großartige Küche, in den Küstenregionen gibt es ein reichhaltiges Angebot von Fischgerichten. Fast jede Bar bietet die kleinen Tellergerichte – Tapas – an. Das Preisniveau ist allerdings hoch, eine günstige Alternative sind die Tagesmenüs, die fast überall angeboten werden. Durch die Sprachbarriere fällt die Auswahl jedoch schwer und wer das Angebot nicht versteht, lebt eben mit Überraschungen.

Unterkünfte:
In Spanien gibt es auch in der Hauptsaison immer Übernachtungsmöglichkeiten. Unsere Unterkünfte waren stets sauber und gepflegt. Je nach geplanter Verweildauer und spontaner Suche hab es allerdings Einschränkungen. Hotels sind in den größeren Städten durch Vorreservierungen häufig ausgebucht und auch sehr teuer, in den Touristenzentren geradezu unverschämt bepreist. Appartements bieten den großen Vorteil der Selbstverköstigung, sind aber nur schwer zu bekommen und in den Feriengebieten ebenfalls sehr teuer (bis zu 140 EUR pro Nacht). Wir haben auf unserer Tour mit zwei Übernachtungsangeboten gute Erfahrungen gemacht:

- Campingplatz: Davon gibt es reichlich, auch in den abgelegenen Regionen. Drei-Sterne-Plätze sind mit einem Swimming-Pool ausgestattet und bieten viel Komfort. Die praktischen Bungalows werden jedoch kaum unter einer Woche vermietet.

- Hostal: Übernachtungsbetriebe, die auf Kurzzeitgäste eingerichtet sind. Hostals gibt es in jedem Ort und insbesondere an den Schnellstraßen. Es gibt fast immer die Option eines kleinen Frühstücks, häufig ist ein Restaurantbetrieb angeschlossen. Je nach Ausstattung und Lage haben wir für das Zimmer zwischen 40,- und 50,- EUR bezahlt.

18.07.10 Überraschung in Hildesheim

Sonntag, 18. Juli 2010

12:01 Uhr – Wir erreichen Hildesheim, unsere ‘Back To The Roots’-Tour ist endgültig vorbei. Wir haben zwar nicht nach Afrika übergesetzt, wir haben es aber klar und deutlich gesehen – Ziel erreicht.

Etwas wehmütig verlassen wir den Zug und schleppen unser Gepäck zum Verladeterminal. Obwohl auch hier die Sonne scheint und die Menschen sommerlich gekleidet sind, ist uns durch den Wind eher kalt.

Am Terminal sitzt bereits eine Gruppe Motorradfahrer: Wir werden erwartet! Claudia, Tanja und Holger heißen uns in Deutschland Willkommen – welch eine Überraschung!

Ein Stündchen verbringen wir mit Reiseberichten, dann fährt jeder in seine Richtung nach Hause…

17.07.10 Die Nacht im Zug

Sonntag, 18. Juli 2010

22:30 Uhr – Das Abteil wird vom Personal für die Nacht hergerichtet. Jetzt ist es mit gemütlichem Sitzen vorbei und wir versuchen uns im Schlaf der Gerechten.

Obwohl wir müde sind, will kein tiefer Schlaf kommen: Der Zug schaukelt heftig, man hat das Gefühl, das Körperinnere schwankt abwechselnd vom Kopf zu den Füßen.

Gegen 04:00 Uhr stoppen wir bei Kehl am Rhein. Und da das bereits ‘Telekom-Land’ ist und endlich wieder meine Flatrate greift, kann ich die letzten Posts online schalten…

Johannes

17.07.10 Im Autoreisezug

Samstag, 17. Juli 2010

17:37 Uhr – Pünktlich fährt der Autoreisezug ab. Weil sonst nichts mehr frei war, haben wir ein Schlafwagenabteil mit Dusche und Toilette gebucht, echter Luxus.

Leider geht erst einmal nichts davon: Über der Toilette blinkt ‘defekt’ und aus dem Wasserhahn kommt kein Tropfen. Die Toilette kann repariert werden, wenn’s mit dem Wasser nicht mehr klappt, gibt’s eine Gutschrift. Aber dass scheint nicht der einzige Wurm im Zug zu sein. Das Bordrestaurant hat keinen Strom und in den Liegewagen funktioniert die Klima-Anlage nicht richtig. Und ich höre das Bordpersonal flüstern, dass nicht genug Wasserflaschen geliefert wurden.

Aber, jetzt fahren wir, die Landschaft Südfrankreichs zieht an uns vorbei – ach, auch hier würde sich ein Abstecher echt lohnen!

Wir erreichen Avignon, es ist 19:35 Uhr. Bei 25 min Aufenthalt können wir ein letztes Mal die Beine vertreten und einen Kontrollblick auf unsere Motorräder werfen. Und dann geht es auch schon weiter, nonstop nach Hildesheim…

Johannes

17.07.10 Auf nach Narbpnne

Samstag, 17. Juli 2010

10:30 Uhr – Es ist soweit: Wir verlassen Spanien! Gegen 15:00 Uhr ist Checkin beim Autoreisezug in Narbonne. Es sind lediglich 200 km bis dorthin – ein Klacks.

Aber, es ist Samstag und wir werden Teil einer großen Abreisewelle. Die Autobahnen sind dicht, die Zahlstellen (hier geht nichts mehr ohne Maut) führen zu kilometerlangen Staus. Die Zeit verrinnt – sud allors! Der einzige Ausweg: rechts auf den Standstreifen und Gas geben!

Rechtzeitig erreichen wir das Autozug-Terminal in Narbonne, viel Puffer haben wir nicht mehr. Schon nach kurzer Zeit können wir die Motorräder verladen und mit dem Pendelbus zum eigentlichen Bahnhof fahren. Der letzte Abschnitt unserer Reise beginnt…

Johannes

15.07.10 Stadtbummel

Donnerstag, 15. Juli 2010

14:00 Uhr – Einfach nur mal ein bisschen durch die Stadt bummeln und vielleicht gibt’s ja auch ein Café mit WLAN?

Tossa ist klein und verwinkelt, die Straßen führen wie bei einem Spinnennetz letztendlich immer zu dem kleinen Strand. Trotz Mittagshitze tummeln sich hier die Menschen, Bars, Restaurants und Cafés bilden einen Halbkreis um die Szene. Die Luft ist gesättigt mit einem Mix aus Sonnencreme- und Parfümaromen, so muss das wohl sein.

Die Burganlage neben dem Strand bietet neben Schatten und kühlem Wind ein schönes Panorama von der Bucht.

Nur ein Café mit WLAN gibt es hier einfach nicht…

Johannes

15.07.10 Appartementes El Sol

Donnerstag, 15. Juli 2010

Mal ohne Worte…

14.07.10 Die letzten Tage

Mittwoch, 14. Juli 2010

20:30 Uhr – “Tossa de Mar – das bedeutet vor allen Pauschaltourismus mit langer Tradition. Doch konnte sich das Städchen gewissen Charme bewahren” so urteilt Thomas Schröder in seinen Spanien-Führer des Michael Müller Verlags.

Wir können das bestätigen, denn Tossa ist die letzte Station auf unserer Reise, bevor wir am Samstag mit Autoreisezug in Narbonne die Heimreise antreten. Nach allem, was wir in den letzten 450 km gesehen haben, ist das hier ein Erholung für die Augen!

Nach der Valensina-Ebene brechen wir mit der Küstenstraße: hier schiebt sich ein kontinuierlicher LKW-Konvoi mit Tempo 60 von einem Industriegebiet ins nächste, außerdem ist das die Hauptstrecke nach Barcelona neben der Maut-Autobahn. Überholen bringt nichts, weil es einfach keine Lücken gibt – man fährt auf Stoßstange. So kommen wir nicht voran und beschließen auf die Autobahn zu wechseln.

Die ist leer und endlich schaffen wir Kilometer. Noch unschlüssig, wo wir eigentlich übernachten wollen, erzählt uns ein norwegischer Mopedfahrer, den wir während eines Tankstops treffen, dass er heute noch nach Tossa de Mar will, das sei eine Perle. Moment mal, das kommt uns bekannt vor: sowohl Holger als auch Ingo haben ihren Familienurlaub letztes Jahr dort verbracht – können wir das schaffen? Ja…

Zu unserer Überraschung ändert sich die Landschaft hinter Barcelona: es wird grün und deutlich kühler. Kein Dauerschweißlaufen mehr – Temperaturen unter 40 Grad! Der Weg von der Autobahn bis Tossa ist klein und wir begegnen nur wenigen Autos, ein gutes Zeichen!

Tossa überrascht: Die Stadt wimmelt zwar von Touristen aus Frankreich und Holland, sie ist aber dennoch klein und die Hotels schmiegen sich in die hügelige Landschaft.

Im Tourist-Info erhalten wir ein paar Tipps, wo es bezahlbare Appartements gibt und wir finden ganz zentral eine schicke Unterkunft in der Anlage ‘El Sol’, die man schon als kleine Wohnung bezeichnen kann. Nach all der Abgeschiedenheit und den vielen kleinen Hostal-Zmmern der letzten Wochen ist das ein willkommener Übergang in den Alltag, der uns am Montag wieder erwartet…

Johannes

Fotos
- Bild 1: Vor der Tourist-Information
- Bild 2: Der nächtliche Strand mit irgendeiner Burganlage

14.07.10 Valensinaland

Mittwoch, 14. Juli 2010

Zwischen 11:00 und 14:00 Uhr – Obstanbau ist das Markenzeichen der Region Valencia. Aber schön langsam, wir beginnen mit der Abfahrt aus Platja de l’Arenal….

Schon wieder Windstille beim Motorradpacken! Die Frische der Morgentoilette wird in kürzester Zeit durch körpereigene Kühlmittel verdrängt – und der macht auch heute keine halben Sachen, der nutzt die komplette Fläche. Ein älter Herr schaut aus einer schattigen Position reglos zu, wie mir beim Aufsatteln das Wasser über das Gesicht läuft (kühlt aber nicht, weil kein Wind weht). Damit er ein bisschen mehr ins Geschehen eingebunden wird, rufe ich ihm zu “Very hot today, isn’t it?” Er antwortet etwas auf spanisch und damit ist klar, dass wir uns nicht mehr viel zu sagen haben.

Wir wollen die Küste entlang in den Norden, so weit wir können. Die Küstenstraße führt uns durch die Ebenen von Valencia. Und die ist geprägt durch den Obstanbau: Obstfelder, Obst-LKWs, Obstfabriken und überall am Straßenrand Obstverkauf. Da sitzen Frauen die Bananen verkaufen, welche, die Apfelsinen haben und eben solche, die Melonen anbieten. Und dann gibt es auch noch Frauen, die haben gar nichts zu verkaufen und sitzen einfach nur so am Straßenrand. Um ehrlich zu sein, diese Frauen sehen am schönsten aus. Hm, wahrscheinlich sind die für die Verkehrszählung zuständig. Wir würden ja am liebsten mal nachfragen, aber dann müssen wir anhalten und würden wieder in Schweiß ausbrechen…

Johannes

13.07.10 Platja de l’Arenal

Dienstag, 13. Juli 2010

17:00 Uhr – Wir wussten, dass das, was wir heute zu sehen bekommen hart wird. Und wir können’s nicht glauben, wo die Leute so ihren Urlaub verbringen…

Gegen 10:00 Uhr verlassen wir schweißgebadet Garrucha. Die Briese von gestern ist weg und die Morgensonne kann sich ungehindert entfalten. Wir sind bereits beim Packen der Motorräder klatschnass. Jetzt nur noch den Helm auf die saftigen Haare und los.

Wir fahren wieder an der Küstenstraße entlang, kommen aber nicht gut voran. Immer wieder müssen wie uns durch Städte quälen, die jetzt in kurzen Abständen an der Küste liegen. Das hält auf und verbessert nicht das Helmklima.

Wir retten uns ins Hinterland und nehmen teilweise sogar die Küstenautobahn um schneller voran zu kommen.

Und plötzlich taucht ein Moloch vor uns auf: Alicante! Zuerst denke ich noch das wäre eine gigantische Felsenlandschaft, aber beim Näherkommen zerfällt die Illusion in massive Häuserschluchten und Straßen – soweit das Auge reicht!

Und etwas später im Norden: Benidorm! Himmelherrgott, dagegen wirkt die Skyline von Frankfurt ja wie ein Freizeitpark. Wir können einfach nicht glauben, dass – außer den Bläck Föös – irgendwer freiwillig dort die schönste Zeit des Jahres verbringt – oder kennt Ihr jemanden?

Wir geben Gas, das Bild wollen wir ganz schnell hinter uns bringen. Ab hier beginnt allerdings flächendeckend die touristische Zone Südspaniens. Bei jeder kleinen Pause haucht Frank ein ‘Ist das häßlich’ in sich hinein. Aber es ist auch schon wieder 16:00 Uhr und wir sind nach 350 Sonnenkilometern ausgelaugt, da sieht die Welt einfach anders aus.

18:30 Uhr: In Platja de l’Arenal finden wir ein schönes Hotel (aua, teuer). Ein bisschen Duschen, Schlafen, Strand – gar nicht so schlecht hier…

Johannes

12.07.10 Strandtag

Montag, 12. Juli 2010

20:50 Uhr – Was für eine Party! Die Spanier haben sich so lange über den Titel gefreut, dass heute ausschlafen angesagt ist.

Und da jetzt eine angenehme Briese weht, ist ideales Strandwetter. Nach den Hitze-Horror-Meldungen aus Deutschland scheint es hier ja richtig angenehm zu sein – es ist immerhin ein Meer in der Nähe!

Unser letzter Abend in Garucha bricht an, morgen müssen wir schon weiter ziehen. Und dann heißt es wieder Helm auf und weiterschwitzen…

Johannes

11./12.07.10 Viva España

Sonntag, 11. Juli 2010

Nach 23:00 Uhr – Spanien ist Weltmeister und wir sind dabei! Die Stadt tobt, gar nicht auszudenken was passiert wäre, wenn Holland gewonnen hätte…

Gegen 20:30 Uhr gehen wir in eine naheliegende Tapas-Bar, wir wollen das Spiel in natürlicher Umgebung erleben. Alle sind unter Strom, jeder Spielzug wird leidenschaftlich durchlebt. Auch wenn wir das Gefühl haben, Holland spielt richtig gut, stimmen wie mit ‘Vamos España’ und ‘Hombre!’ in die Emotionen mit ein.

Verlängerung, rote Karte und endlich das langersehnte Tor – jetzt gibt’s kein Halten mehr: Alle laufen auf die Straße, Umarmungen, Tanz und immer wieder ‘Viva España’. Dass das Spiel noch gar nicht zu Ende ist wird nicht mehr wahrgenommen, genauso wenig wie die Pokalübergabe im Fernsehen.

Eigens aufgestellte LKWs mit nervenzerreißenden Fanfaren ersetzen die Vuvuzelas. Raketen steigen in die Luft, Autokorsos fahren an der Strandpromenade entlang. Irgendwo geht eine Gruppe blonder Jungs mit Holland-Fahne – sie werden gar nicht wahrgenommen.

Auch uns hält jetzt nichts mehr in der Bar und wir lassen uns mit dem Strom treiben und sagen uns, dass es schon toll ist, das mitzuerleben…

Johannes

PS: Und weil wir hier WLAN haben, gibt’s jetzt auch ganz viele Fotos!

11.07.10 Garrucha

Sonntag, 11. Juli 2010

18:00 Uhr – Ankunft am nächsten Übernachtungsort: Garrucha! Nach einem frühen Start fahren wir an der Küste weiter in den Norden. Zuerst an der bezaubernden Küstenstraße entlang, wo es mal wieder wunderschöne Knipsmotive gibt. Um ein Naturschutzgebiet zu umfahren, schrauben wir uns in Mittelgebirge, das zu den trockensten Gebieten Europas zählt, aber irren Fahrspaß bietet.

Hoch motiviert erreichen wir bei Carboneras wieder das Mittelmeer. Ab hier beginnt wieder die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Aber das Gesicht der Orte hat sich verändert: Statt der kleinen Küstenorte finden wir eine Hotelstadt nach der anderen. Wohl gemerkt, noch keine Hotelburgensiedlungen, aber kernlose Anlagenhaufen, die in sich so geschlossen sind, dass es keiner natürlichen Infrastruktur mehr bedarf.

Und das ist schlecht für uns. Ein Appartement in so einer Anlage kostet 145,- Euro pro Nacht, unglaublich! Grundsätzlich wollen wir da aber auch nicht hin, wir haben doch nicht bei Tui gebucht! Ein Ausweichen auf einen Campingplatzbungalow fällt auch wieder aus, da diese nicht unter einer Woche vermietet werden. Langsam geht uns die Puste aus, der Schweiß fließt in Strömen, aber wir fahren weiter, von Ort zu Ort.

Wir erreichen Garrucha. Neben den gefürchteten Hotelanlagen gibt es hier wenigsten einen alten Stadtkern und Hostals. Wir nehmen das Erste direkt am Strand. Es ist laut hier, aber der Lärm zeugt wenigstens von natürlichem Leben. Irgendwo können wir uns in ein offenes WLAN einloggen – ein echter Standortvorteil!

Und wenn die Erschöpfung verflogen ist, werden wir wahrscheinlich feststellen, dass es hier sogar ganz schön sein kann…

Johannes

PS: Über die Stadt ist pures Adrenalin ausgeschüttet, es sind nur noch zwei Stunden bis zum WM-Endspiel!

Fotos:
- Auf der Küstenstraße (1+2)
- Pause in der trockensten Region Europas (3)
- Garrucha: Blick vom Balkon unseres Hostals (4+5)

10.07.10 Sierra Nevada

Sonntag, 11. Juli 2010

16:30 Uhr – Hm, Frank hat den Bericht nicht mehr geschafft – daher schnell ein paar Bilder von der Fahrt.

Wie gesagt, eigentlich hat’s für den Tag gelangt, aber einmal Sierra Nevada muss sein! Der kleine Umweg von knapp 200 km führt uns 2.000 m hoch in das Bergmassiv. Wie immer sind wir auf den fantastischen Straßen allein unterwegs und selbst auf der Passspitze ist es heiß. Bei den ganzen Hochebenen und Sierras, die wir bisher durchfahren sind, kommen uns die Alpen fast wie ein Mikrokosmos vor.

Nach unzähligen Kurven sind wir gegen 20:30 Uhr zurück…

i. V. Johannes

Fotos:
- Auf der Passspitze
- Vorgebirge zwischen Sierra Nevada und Castel de Ferro

10.07.10 La Alhambra – Die Rote

Samstag, 10. Juli 2010

12:00 Uhr – Wir haben’s geschafft und eine Eintrittskarte für La Alhambra, dicht bei Granada ergattert. Das ist gar nicht so einfach und das System dahinter kompliziert. Es gibt Karten für den Garten, mit denen kommst Du sofort rein. Und dann gibt es die Karten für die Paläste, die sind täglich kontingentiert. Mit denen geht’s nur zur aufgedruckten Zeit rein und wer die verpasst, kann wieder nach Hause fahren. Auf unseren Karten ist 14:00 Uhr aufgedruckt und wir haben jetzt 2 Stunden Wartezeit in der – wie immer – brütenden Sonne.

La Alhambra ist die letzte arabische Bastion in Spanien, die 1492 von den Reconquista zurückerobert wurde. Na, klingelt ‘s? Genau, das ist nicht zufällig das Jahr, in dem Christopher Kolumbus in die neue Welt aufgebrochen ist, das Geld dafür stammte nämlich aus der geklauten arabischen Schatztruhe und die Mannschaft rekrutierte sich aus den nunmehr arbeitslosen Reconquista – prima, so war man die gleich los!

P1090035

13:30 Uhr – Die 14:00 Uhr Besucher werden zum ersten Checkin aufgerufen, wie im Flughafen! Und dann heißt es wieder Schlange stehen, bis 14:00 Uhr. Mit Handscannern werden unsere Karten überprüft und wir können in die Burganlage eintreten – bis zum nächsten Checkin am Sultanspalast. Wieder Schlange stehen in der Sonne. Da hat sich irgendein schlauer IT-Vertreter scheinbar eine goldene Nase verdient;-)

Es lohnt sich, der Palast ist wunderschön und man muss das einfach mal gehen haben.

P1090042P1090043 

P1090049P1090056

P1090057P1090080

P1090045P1090063 P1090074  

Weiter geht’s in die Außenburganlage – natürlich mit Checkin und dem ganzen Programm. Auch das ist sehr beeindruckend. Wir fragen uns, wie diese Anlage überhaupt erobert werden konnte, im Reiseführer steht das nämlich nicht und auf den elektronischen Sprachführer, den man sich mieten kann, haben wir verzichtet. Aber vielleicht kann uns das ja ein geneigter Leser schreiben?

P1090038 P1090092

Nach zwei Stunden sind wir platt, die 1,5 Liter Wasser pro Person längst getrunken und auch schon wieder ausgeschwitzt.

P1090078

Jetzt bloß schnell ins Hostal und dann ins Mittelmeer! Ach ne, da war doch noch was: richtig, die Tour durch die Sierra Nevada, aber davon berichtet Frank…

Johannes

09.07.10 Mal wieder ein bisschen am Meer lang fahren

Freitag, 9. Juli 2010

15:00 Uhr – Es ist schon Nachmittag und wir wollen mal wieder ein bisschen am Meer lang fahren. Die Küstenstraße ist wirklich traumhaft, nach gut 20 km lockt allerdings ein Abstecher ins Vorgebirge der Sierra Nevada.

Damit haben wir nicht gerechnet: Auf super kleinen Straßen kurven wir ganz schnell 1.300 m hoch. Und das ist noch das Vorgebirge der Sierra Nevada, welches seine schneebedeckten Gipfel im Hintergrund aber schon präsentiert.

Kurven über Kurven, da schlägt das Herz höher. Allerdings sind wir durch unseren spontanen Abbieget mal wieder schlecht vorbereitet: Nur gefrühstückt (und Frühstück ist hier wie in Italien: einmal Nichts, bitte!), keine Kekse oder sonstigen Zucker dabei und falsch gekleidet (Baumwollshirt ist einfach Mist bei längeren Touren).

Mitten in den Bergen stoppt die Tour: da hat’s einen LKW in der Kurve zerlegt und irgendwas läuft da aus. Polizei, Feuerwehr und sogar ein Rettungshubschrauber sind schon eingetroffen. Nach einer Zwangspause unter spanischer Sonne geht es in einem steilwandigen Flusstal weiter.

Nach ungeplanten 5 Stunden Fahrspaß kommen wir total ausgehungert wieder in unserem Hostal an. Unser Weg führt schnurstracks ins nächste Restaurant…

Johannes

PS: Mal ein paar Anmerkungen zu den spanischen Gebirgsstraßen: Machen richtig Spaß und haben guten Grip. Durch die starken Regenfälle kommt es allerdings sehr oft vor, dass die Hangseite komplett von Erdrutschen zugeschüttet oder auf der Abhangseite weggebrochen ist. In beiden Fällen wird die Fahrbahn dann einspurig. In der Regel wird kurz davor mit einem ‘Bauarbeiten’-Schild und Temporeduzierungen darauf hingewiesen. Wenn solche Schilder auftauchen heißt es sofort reagieren, die Gefahrenstellen sind meist nicht weiter abgesichert (und die Abhänge sehr tief). Auf weniger befahrenen Pässen kann es passieren, dass auch die Warnschilder fehlen. Nicht selten erwartet einen hinter der Kurve eine aufgerissene Fahrbahn mit Schotter und Sand – die Kurvenschräglage kann dann auch mal 100% werden.

Ein paar Fotos von der Tour:

09.07.19 La cucaracha

Freitag, 9. Juli 2010

09:30 Uhr – Es gibt Lebewesen, die aufgrund ihrer genetischen Struktur einen Atomkrieg überleben werden und damit die einzigen legitimen Nachfolger der Menschheit sind, so, wie einst die Nagetiere die Dinosaurier beerbt haben. Ich rede von der Kakerlake, oder spanisch ‘cucaracha’. Hier gebührt diesen Tieren Respekt, ihnen wurde sogar ein weltbekanntes Lied gewidmet (wer das nicht kennt, hat auch noch nichts von ‘Hoch auf dem gelben Wagen’ gehört). Ein faszinierendes Wunderwerk der Natur also – solange es auch dort bleibt! Und warum wird der Homo Sapiens Sapiens den Atomkrieg nicht überleben? Weil er als Windows-User gewohnt ist, bei Problemen alle Fenster und Türen zu schließen, den Strom abzustellen, um nach einer Weile den Strom wieder anzustellen, alle Fenster und Türen wieder zu öffnen, in der Hoffnung, dass sich das Problem von selbst erledigt hat!

Kurz nach neun betrete ich das Badezimmer zur Morgentoilette. Das visuelle Bild ist noch getrübt, aber ich erkenne, dass vor der Toilette ein schwarzer, daumengroßer Wächter sitzt. Von seinem Kopf strecken sich mir zwei ebenfalls daumenlange Fühler entgegen, die zuckend die Witterung nach mir aufnehmen.

“Oh Gott”, denke ich, “lass es den Rest eines Traumes sein” und verlasse das Badezimmer, reibe mir die Augen und kehre zurück. Ungerührt erwartet mich der Wächter an der gleichen Stelle, seine Fühler zeigen gesteigerte Aufmerksamkeit.

“Fraaaank! Hier ist was großes Schwarzes und läßt mich nicht aufs Klo!”

Franks Geschichte:
Bei seinem frühmorgendlichen Toilettengang sieht Frank das schwarze Ungetüm auf dem Boden rumkrabbeln. Statt in Panik zu geraten, spult er ein Routineprogramm ab, dass dem Windows-Netzwerkspezialisten schon so oft aus der Patsche geholfen hat: Er schließt die Tür, schaltet das Licht aus und geht auf den Balkon eine Rauchen – mal sehen, vielleicht ist die Kakerlake ja danach verschwunden?

Licht an, Tür auf – die Kakerlake ist weg! So läßt er sich in Ruhe auf dem Thron nieder, genießt seinen Triumpf und – Plopp – Herr oder Frau Kakerlake ist wieder da. Er, oder sie, oder es hat sich von der Decke nach unten fallen lassen und sitzt jetzt provokant zwischen seinen Füßen!

Zum Schließen von was auch immer und Lichtausschalten ist es jetzt zu spät und so beschließt er den Störprozess ‘Kakerlake’ pedal zu canceln: Mit wilden Fußtritten gelingt es ihm die Subroutine ‘Kakerlake/Hinterleib’ zu beenden und damit die 3D-Daten des Hauptprozesses zu fixieren. Da diese Prozessabschaltung aber – im Gegensatz zur virtuellen Virenbekämpfung – mit lautem Knacksen verbunden ist, verzichtet er auf den Prozesskill ‘Kakerlage/Body’ und ‘Kakerlake/Head’ und überläßt die weitere Systembereinigung getrost der nächsten Schicht – endlich greift wieder die Routine!

Ich weiß jetzt, dass das arme Viech nicht das Klo bewacht und seine Fühler wohl auch keine Notiz von mir nehmen – es ist schlichtweg am Ableben und wird somit wohl auch nicht mehr als Triumphator aus dem nächsten Atomkrieg hervorgehen.

Als Apple-User sind mir diese ‘Fenster-zu-und-Strom-aus’-Verhaltensmuster fremd, ich befördere das arme Tier nach draußen, wo es gleich als Frischfleisch von seinen kleineren Brüdern und Schwestern begrüßt wird: ‘Survival Of The Fittest’…

Johannes

PS: Kakerlakenfotos gibt’s hier nicht (wer seinen Magen gerne provozieren möchte findet bestimmt haufenweise Bilder im Internet). Stattdessen lieber ein schönes Foto von unserem Hostal und dem gegenüberliegenden schnuckeligen Strand!

08.07.10 Am Mittelmeer

Donnerstag, 8. Juli 2010

22:45 Uhr – Wir sind weitergezogen, zwar nicht ganz so früh wie geplant (habe den Wecker nicht gehört und Frank hat es einfach nicht übers Herz gebracht, mich zu wecken).

Wir wählen eine Route durch das Hinterland, da wir Algeciras und Gibraltar unbedingt vermeiden wollen. Es ist wieder heiß geworden und windig. So windig, dass es uns bei Tempo 120 glatt auf die linke Fahrspur drückt – das ist ein sch… Gefühl und wir drosseln die Geschwindigkeit drastisch.

Am Mittelmeer fahren wir auf der traumhaft schönen Küstenstraße in Richtung Motril, die erste größere Stadt am Rande der Sierra Nevada. Und ab hier suchen wir ein Quartier als Ausgangspunkt für unsere Touren in die Sierra Nevada.

Die Zimmersuche gestaltet sich allerdings schwierig. Es gibt zwar überall Hotelanlagen aber das ist alles sehr pauschal belegt. Auch Versuche auf diversen Campingplätzen schlagen fehl, unter einer Woche will man uns kein Bungalow vermieten.

Puh, wir sind nach rund 400 sehr heißen Motorradkilometern ziemlich platt, irgendwo müssen wir jetzt was finden. In dem kleinen Badeort Castel de Ferro kommen wir endlich in einem kleinen Hostal unter. Ein kleiner Glücksgriff, wie sich zeigt: Das Hostal ist sauber und das Zimmer hat einen Balkon mit Meerblick. Und, was wir richtig genießen, davor ist ein kleiner Platz auf dem sich die Spanier bis spät in die Nacht tummeln – da tummeln wir einfach mal mit…

Johannes

PS: Heute sind uns die Spanier überall sehr freundlich begegnet und uns ihr aufrichtiges Beileid zum gestrigen Spiel ausgedrückt. Aber wen interessiert eigentlich noch der Schnee von gestern? It’s just a game!

07.07.10 Qué alegría – welche Freude

Mittwoch, 7. Juli 2010

22:30 Uhr – Welche Freude, Spanien hat das Semifinale gegen Deutschland gewonnen. Als aufgeklärte Europäer sehen wir uns gleichsam als Gewinner und sind froh, dass wir unsere Motorräder heute nacht unbeaufsichtigt lassen können und im weiteren Verlauf unserer Reise jetzt bestimmt ganz tolle Zimmer und super Essen bekommen werden!

Aber mal ganz ehrlich: Wer hat da eigentlich in den deutschen Trikots gespielt – der 1. FC Stern Misburg? Wir sind ja beide keine Fußballkenner, aber das Gehampel war doch peinlich, oder?

Und jetzt freuen sich die Leute hier auch noch so ungeniert, absolut keine Rücksichtnahme auf unsere Gefühle! Also nicht, dass uns das was ausmachen würde, dazu sind wir viel zu abgeklärt, aber ich hätte jetzt schon erwartet, dass uns unsere Nachbarn auf einen Trost-Drink einladen, man sieht doch, dass wir Deutsche sind.

Zum Glück sind wir Motorradfahrer und keine Fußballfreaks, aber damals in Griechenland, bei der vorletzten WM, wo die Deutschen so ganz jämmerlich ausgestiegen sind, da haben uns die Griechen gleich ganz mitfühlend zum Ouzo eingeladen – die wissen eben was sich gehört!

Aber was soll’s, wir sind abgeklärt, planen die morgige Route – Profis eben! Und außerdem fahren wir die besten Motorräder der Welt – und die sind aus Deutschland – und nicht so’n Schrott, mit dem die Spanier rumrollern, das muss jetzt mal gesagt werden!

Aber wir sind total locker, trinken jetzt spanischen Brandy (der bei weitem nicht an den griechischen Metaxa rankommt, ätsch) und freuen uns auf morgen!

Also bleibt so locker wie wir…

Johannes

07.07.10 Datenroaming, Asphalt und andere Gedanken

Mittwoch, 7. Juli 2010

15:00 Uhr – Im Internetcafé. Hier kann ich mal in Ruhe online sein, ohne in die Kostenfalle des Datenroamings zu stapfen.

Datenroaming ist der fachchinesische Ausdruck für den Austausch von Datenpacketen, wie er beim Surfen im Internet, beim Abrufen und Senden von eMails und eben beim Schreiben der Beiträge (Posts) in diesem Tourenreisebuch (Weblog) anfällt. Wenn man das im Ausland über die örtlichen Funknetzte (UMTS, Edge) macht, wird für die Menge der Daten eine saftige Gebühr fällig. Lange Rede – seit dem 01.07.10 sind die Netzbetreiber verpflichtet, die im Ausland befindlichen Kunden über die angefallenen Roaming-Gebühren zu informieren und das hat die Telekom dankenswerter Weise auch getan! Oh lala! Ab jetzt wird nur noch gepostet, gemailt und gesurft, wenn ein WLAN in der Nähe ist, z. B. in einen Internetcafé! Das kostet dann ein Getränk und mehr nicht!

Asphalt: Der Straßenbelag hat’s teilweise echt in sich! Während auf den Land- und Schnellstraßen die Straßendecken guten Grip haben, können einen in den Orten spiegelglatte Flächen in Angst und Schrecken versetzen: du fährst auf einen Kreisel zu (ganz Spanien ist total verkreiselt!), bremst und plötzlich – keine Bremswirkung mehr! Der Asphalt ist so glatt, dass das ABS die Bremse völlig freigibt und du einfach so in den Kreisverkehr reinfährst. Und das bei langsamer und vorsichtiger Fahrweise (nicht das einer denkt ‘typisch Johannes – rettet Eure Koffer’, nene, Frank ist das auch passiert). Und du kannst es dem Asphalt einfach nicht ansehen, ob er Grip hat oder spiegelglatt ist!

Seltsam: Vor unserer Griechenlandtour sind wir von allen Seiten vor glatten Straßen gewarnt worden und haben keine Probleme damit gehabt. In der Vorbereitung zur BTTR-Tour habe ich nichts dergleichen gelesen oder gehört.

Die Spanier und die Sprachen: Es ist schon super, dass wir hier ein Fleckchen gefunden haben, bei dem wir nur selten auf ausländische Touris stoßen und daher ausschließlich spanische Stimmen zu hören sind. Dass hier aber auch so gut wie niemand eine andere Sprache beherrscht, kann den Einkauf einer Briefmarke zum unüberwindlichen Hinderniss werden lassen (zumindest wenn ich auf Franks Bubblefish-Service verzichten muss). Klar, ich kann schon auf spanisch fragen, wo es Briefmarken gibt, ich kann nur nichts mit der Antwort anfangen: Die freundlich gemeinten schnellen Beschreibungen mit andalusischem Dialekt überfordern mich komplett. Ich werde die wenigen Postkarten nach meiner Rückkehr wohl persönlich abgeben müssen…

So, jetzt reicht’s, oder?

Johannes