23:30 Uhr – Leute, Ihr werdet’s nicht glauben, wenn ich Euch erzähl die G’schicht! Aber ganz langsam, cigar, cigar, griechisch denken, griechisch handeln! Das Letzte, wovon wir berichtet habe, war der funktionierende Hotspot im popup-Cafe.
Nach einigen runden Internet (ich muss Frank mein iPhone auch immer mal für ein Stündchen leihen), begeben wir uns noch einmal auf unser Zimmer, das wir bis 18:00 Uhr verlängert haben, um uns ein wenig frisch zu machen (ah, was für ein herrlicher Ausdruck aus der Erwachsenenwelt).
Das Telefon klingelt – Holger ruft an, um uns für die gute Unterhaltung mit dem Webtagebuch zu danken und sich in den eigenen Urlaub zu verbschieden. Deshalb an dieser Stelle: Liebe Tanja, lieber Holger, liebe Jana, ganz viel Spaß und tolle Erlebnisse auf Eurer Motorradtour durch Spanien!!! Wir sind gespannt auf Eure Berichte und Fotos! Habt Ihr eventuell ein Webtagebuch? Ich glaube, da gäbe es eine ganze Reihe Fans, die bei Euch gerne weiter lesen würden…
18:00 Uhr, mit den Tickets in der Tasche fahren wir zum Hafen, wo schon ein paar Jugendgruppen aus unseren nordischen Nachbarländern auf Einlass warten (die haben wahrscheinlich alle das Musical Mama Mia gesehen und verzweifelt die Filminsel gesucht). Da wir noch vier Stunden bis zum Boarding haben, setzen wir uns in das gehenüberliegende Cafenion und lassen die Zeit mit etwas ‘Du weißt schon was’ verstreichen, cigar, cigar, griechisch denken, …
Langsam wird es dunkel und die Anzeichen verdichten sich, dass wir hereingelassen werden. Und tatsächlich winkt man uns freundlich zur Ladeluke, damit wir noch vor allen PKW und LKW hereinkommen können.
Und jetzt kommt’s: Ein freundlicher Unifomierter informiert uns bei der Ticket-Kontrolle: ‘Sorry, first checkin!’.
Peng, Deja Vue – hä? Checkin? Aber das haben wir doch vorhin schon alles im Main Office von Anek Lines bei der dussel…, sorry, arbeitsunlustigen Dame erledigt!!! – ‘Sorry, no checkin, no come in’!
Cigar, cigar, nur noch einmal griechisch denken und handeln – wir starten durch zum Checkin-Schalter, der zu unserer großen Freude geschlossen hat. ‘Open from 22:00 to 23:00′ – eine gewagte Öffnungszeit, wenn man bedenkt, dass laut unserer Reiseunterlagen bis spätestesten 22:00 Uhr eingecheckt sein muss. Aber, wir sind in Griechenland und da ist alles etwas chaotisch und am Ende wird alles gut! Der Schalter öffnet um 21:30 Uhr und ich reiche der jungen Dame, die gut gelaunt ist und heute wohl schon genügend Zeit hatte, alle Neuigkeiten mit ihren Freundinnen auszutauschen, die Tickets zum Checkin. Sie tippt fleißig etwas in den Computer und runzelt die Stirn – die Spannung steigt, bitte jetzt keine ‘Problema’ mehr! Ist doch egal, dass auf allen Tickets der Name ‘Kollende, Johanne’ steht, oder? Bin ich eben zweimal ertrunken, wenn der Kahn untergeht. Sie schüttelt den Kopf ohne auch nur einmal aufzuschauen und tippt weiter auf der Tastatur herum. Das ist mindestens so schlimm wie beim Zahnarzt, wenn der in deinen Mund schaut und ‘Oh, oh!’ sagt und Du nicht weißt warum. Jetzt schaut sie mich an, das Gesicht entspannt sich, mit einem strahlenden Lächeln überreicht sie mir die Tickets: ‘Now, you can boarding’!
Jetzt schnell zur Fähre zurück, wo wir freundlich eingelassen werden, Mopeds sturmfest verzurrt (dieses Mal macht die Crew das hochprofessionell) und ab zur Rezeption – wir haben für die zwei Nächte eine Kabine gebucht! Wie im gehobenen Hotel werden wir von einem Stewart, der sich auch gleich unser Gepäck schnappt, zu unserer Kabine geführt.
Was soll ich sagen: Gerechnet haben wir mit einem Loch – bekommen haben wir eine Außenkabine mit allem Luxus. Es ist geräumig, klimatisiert, tolle Betten, gepflegte Einrichtung, Kühlschrank und – das Beste – ein Badezimmer mit Waschbecken, Dusche und Klo (wir wollten schon das Essen einstellen um nicht die Öffentlichen benutzen zu müssen)!
Wir werden die nächsten zwei Tage auf See also richtig genießen können…
Fotos:
- Vor der Fähre
- Cafenion gegenüber
- Unere Luxuskabine
- Abfahrt









