Archiv für 26. Mai 2011

26.05.11 Wellness und Camping

Donnerstag, 26. Mai 2011

10:00 Uhr – Wir sind geschrumpft: Gertrudis und Manfred mussten heute morgen bereits abreisen – jetzt sind wir nur noch zu acht. Gute Heimfahrt Euch beiden, meldet Euch mal, wenn Ihr angekommen seid!

Heute werden wir Heidi und Tommy auf Ihrem Campingplatz im Nordwesten des Plattensees besuchen und halten unterwegs im Kurort Hévíz Deák für ein Bad in der Therme. Das Wasser ist dort so heiß, dass man nur mit Schwimmnudel ins Bassin darf, jede Schwimmbewegung würde den Kreislauf überlasten. Aber es soll gut für Haut, Muskeln und Knochen sein – in Anbetracht der hohen Kilometerleistung unserer Motorräder eine lohnende Investition;-) O.K., ich gebe zu, ich habe mich lieber in ein nettes Café zurückgezogen, um mal in Ruhe ein bisschen zu tippen.

Heidi und Tommy haben zum Essen eingeladen und guten Rotwein in Aussicht gestellt. Daher fahren wir heute im Doppelpack, damit der ein- oder andere an der Verkostung teilnehmen kann. Das bietet sich natürlich für Fahraufnahmen ohne halsbrecherische Verrenkungen an: Eigens dafür entwickelt Frank eine absolut kamerafreundliche Sitztechnik auf Holgers Moped.

Johannes

Achtung, jetzt kommen ganz viele Fahrbilder:

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26.05.11 Der Weg ist das Ziel

Donnerstag, 26. Mai 2011

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Ohne Zeitbezug – Im Aufzug werde ich von einem Deutschen angesprochen: ‘Seid Ihr die ganze Strecke von Hannover aus mit dem Motorrad hierher gefahren?’ ‘Ja, natürlich’ antworte ich.
‘Aber das muss doch furchtbar anstrengend sein!’ ‘Na ja, das Fahren ist doch das Ziel der Reise, weniger der Ort, das macht eben Spaß.’ — ‘Hmm…’

Und dann beginnt auch schon der Spaß: Du setzt Dich auf Dein Motorrad, drehst den Zündschlüssel, startest den Motor und fühlst eine Kraft, die schier übermenschlich ist. Du gibst Gas und wirst federleicht davon getragen. Die Füße sicher auf den Fußrasten, Knie leicht an den Tank gedrückt – nur vier Kontaktpunkte reichen dem Gehirn um Dein Gefährt als rollenden Beinersatz nahtlos anzuschließen und die Kontrolle zu übernehmen. Du rauscht vorbei, an fremden Landschaften, mit fremden Gerüchen. Der Wind streicht über Dein Gesicht und Dein Körper erlebt die Welt auf einzigartige Weise. Du freust Dich auf jede Kurve und das Unmögliche wird möglich: Du überwindest Deine eigene physische Beschränktheit. Körpereigene Drogen werden ausgeschüttet, ein Rausch aus Eindrücken und Erlebnissen. Stunde um Stunde, immer wieder neu. Du willst nicht, dass es jemals endet. Ja, das macht süchtig und nur der Süchtige versteht das.

Und selbst wenn Du irgendwann angekommen bist, absteigst, erschöpft und manchmal auch mit protestierenden Körperteilen, macht es Dich glücklich zu wissen: Schon bald kannst Du es wieder erleben…

Johannes