14:54 Uhr – Gerade sitzen wir noch bei Sonnenschein im Hotspot-Café, so erwischt uns ein derber Schauer auf dem Pass (ist ja wie beim Herr der Ringe – sollten wir den Göttern auf dem Olymp vielleicht ein Opfer bringen?) Blitz und Donner folgen gerade. Hoffentlich geht es so schnell, wie es gekommen ist …
Weit gefehlt: Es wird schlimmer! Der Pass zieht sich, es regnet und regnet. Es geht auf 1.650 Meter hoch und wir sind überrascht, dass wir mitten in einem griechischen Wintersportgebiet gelandet sind. Und im Sommer ist das verdammt leer und einsam – kein Ort, kein Dorf, keine Menschenseele. Bei Sonnenschein wäre das eine Traumroute, bei Starkregen fordert es unsere volle Konzentration – das ist hier zwar alpin, die Straßen sind aber nach wie vor typisch griechisch.
Dass die Straßen glatt sind, beweist uns ein Auto, das die Kurve wohl nicht mehr gekriegt hat und in den Abhang gerutscht ist. Die beiden Fahrer, denen anscheinend nichts passiert ist, werden wohl noch eine Weile auf den Abschleppwagen warten müssen.
Der Pass hat eine Länge von 100 km, nach 70 km gibt die Impregnierung meiner neuen Motorradsommerhose dem Regen nach und Wasser zieht sich meine Beine entlang. So war das nicht geplant…
Kurz vor Passende finden wir im ersten größeren Ort ‘Trygona’ ein gleichnamiges Hotel und lassen uns ziemlich erschöpft nieder.
Wir sind nach lediglich 170 km Tagespensum ca. 30 km von den Meteora-Klöstern entfernt.
PS: Hätte es einen Weg durch Moria gegeben, wir hätten ihn genommen!
Fotos:
- Der erste Regenschauer auf der Passstraße
- Motorradparkplatz am Hotel ‘Trygona’
PS: Mittlerweile ist Frank mit seinem Windows-Mobile PDA sehr unzufrieden, weil er sieht, wie gut und einfach alles mit dem iPhone klappt. Nach dem Urlaub kauft er sich bestimmt auch eins, jetzt muss ich ihm meins immer ausleihen;-)
PPS: Mit Freude haben wir gesehen, wie viele Leser unser kleines Webtagebuch gefunden hat – da macht das Schreiben gleich doppelt so viel Spaß! Eure Kommentare erreichen uns übrigens auch als eMail.





















23.54 Uhr – Die Sachen sind gepackt, alle Checklisten mehrfach überprüft. Zwei Koffertaschen und eine Gepäckrolle sollten eigentlich reichen, dennoch herrscht Platzmangel: Campingsachen, wie Schlafsack und Isomatte fordern ihren Platz, ebenso erweist sich der kleine Jethelm für die (hoffentlich) heißen Tage in Griechenland als Raumfresser. Und dabei rät die Wettervorhersage für die gesamte Fahrstrecke bis Griechenland eher zum Regenkombi! Schuld daran ist ein massives Tiefdruckgebiet über dem Balkan, dass in seinen Ausläufern Süddeutschland, Österreich, Italien, sowie den Norden Griechenlands fest im Griff hat. Aus diesem Grund werden wir wahrscheinlich nicht wie geplant über Bundesstraßen fahren und die Alpen über die Pässe queren, sondern ganz langweilig die Autobahnen bevorzugen. Aber was solls, wir wollten ja ein bisschen Abenteuer – jetzt ist der Regen eben unser erstes…